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2. April 2026

ZIN19 – Sicht auf die Presse-Stellungnahme der Gemeinde Wadersloh

Die Gemeinde wirft ZIN19 vor, „Äpfel mit Birnen“ zu vergleichen – liefert aber selbst genau diesen Vergleich mit:

Einerseits werden 24,8 Mio. € als „Schuldenstand“ betont.

Andererseits stehen im eigenen Haushaltsentwurf zu Beginn des Jahres 2026  –  32,3 Mio. € bzw. zum Ende des Jahres 2026 voraussichtlich 40,4 Mio. € an Gesamtverbindlichkeiten schwarz auf weiß. Die endgültigen Zahlen werden Ende des Jahres in die Bilanz unter Verbindlichkeiten eingestellt.

Verbindlichkeiten bleiben Verbindlichkeiten – Schulden bleiben Schulden!

Ob als Bankfinanzierung, Lieferungen und Leistungen, Transferleistungen, Erhaltene Anzahlungen – es bleibt Geld, das die Gemeinde schuldet.

Es ist eine Belastung für die Bürgerinnen und Bürger – sichtbar in der Pro-Kopf-Verschuldung. Und diese wird sich voraussichtlich aufgrund der Zahlen Ende des Jahres auf ca. 3.120,00€. belaufen. Dieser Wert spiegelt die tatsächliche Pro-Kopf-Verschuldung wider und nicht den beschönigten Betrag von 1.935,80€

ZIN19 ist selbstverständlich bekannt, dass der von der Gemeinde Wadersloh aufgestellte Haushalt durch den Kreis Warendorf geprüft und genehmigt wird. Das ist auch gut so. Ebenso ist uns bewusst, dass die Gemeindeprüfungsanstalt NRW regelmäßig die Jahresabschlüsse kontrolliert. Diese formalen Prüfungen stellen jedoch keine inhaltliche Bewertung einzelner Darstellungen oder deren Verständlichkeit für die Öffentlichkeit dar. Die Gemeindeprüfungsanstalt NRW saldiert in ihrem Bericht aus dem Jahr 2023 die Verbindlichkeiten des Kernhaushaltes mit denen der verbundenen Unternehmen, um einen „Konzern“-Überblick darzustellen. Würde dies die Gemeindeverwaltung auch tun, wären die Zahlen noch höher und erschreckender! (Quelle: gpa NRW, Überörtliche Prüfung der Gemeinde Wadersloh im Jahr 2023, Gesamtbericht Seiten 51ff).

Die Gemeinde Wadersloh stellte in der Haushaltsplanung 2026 die umstrittene Gewerbesteuer von 1,6 Mio. € dar, die nach derzeitigen Angaben aber bereits im Jahresabschluss 2024 über die Einzelwertberichtigungen ausgebucht wurde.

Um dem Prinzip der Haushaltsklarheit zu entsprechen, wäre es angemessener gewesen, einen entsprechenden Hinweis in die Haushaltsplanung aufzunehmen.

Sollte die strittige Gewerbesteuer vollständig bei der Gemeinde verbleiben, wäre dies zweifellos eine positive Entwicklung für alle Bürgerinnen und Bürger in Wadersloh.

Entscheidend ist aus unserer Sicht eine korrekte Einordnung der finanziellen Lage der Gemeinde. Diese lässt sich unter anderem an der Pro-Kopf-Verschuldung ablesen. Verbindlichkeiten sind Schulden, für deren Rückzahlung letztlich die Allgemeinheit aufkommt – etwa über Steuern, Gebühren oder Abgaben.

ZIN19 stellt nicht infrage, dass den Ratsmitgliedern alle relevanten Informationen vorliegen. Auch die Bildung eines Arbeitskreises zur Haushaltskonsolidierung begrüßen wir, allerdings nicht unter dem Vorsitz des Bürgermeisters. Wir hätten uns einen „unabhängigen“ Vorsitzenden gewünscht.

Unser Anliegen ist vielmehr, die Bürgerinnen und Bürger transparent zu informieren – insbesondere jene, die keinen direkten Zugang zu detaillierten Haushaltsunterlagen haben.

ZIN19 – Zukunft(s) – Initiative – Nachhaltigkeit

25. März 2026

Veröffentliche Zahlen kaum glaubwürdig

Die Gemeinde Wadersloh präsentierte in der vergangenen Woche über die Medien eine grobe Übersicht des verabschiedeten Haushalts. Darin wird ein Schuldenstand von 24,8 Mio. € ausgewiesen, entsprechend einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1.935,80 €.
Ein Blick in den offiziellen Haushaltsplan 2026 zeichnet jedoch ein völlig anderes Bild: Bereits zum Jahresbeginn lag der Schuldenstand bei 32 Mio. € und zum Jahresende werden sogar 40 Mio. € prognostiziert. Vor diesem Hintergrund wirken die veröffentlichten Zahlen nicht nur unvollständig, sondern irreführend. Tatsächlich ist mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von rund 3.120 € zu rechnen.
Es drängt sich der Eindruck auf, dass hier bewusst nur ein Teil der Realität dargestellt wird, um die finanzielle Lage der Gemeinde günstiger erscheinen zu lassen. Für die Bürgerinnen und Bürger entsteht so ein geschöntes, falsches Gesamtbild, das mit der tatsächlichen Entwicklung nichts zu tun hat.
Gerade weil den Ratsmitgliedern die vollständigen Zahlen bekannt sein müssen, ist dieses Vorgehen schwer nachvollziehbar. Transparenz sieht anders aus. Als Bürger von Wadersloh kann man von Bürgermeister und Verwaltung bei einem solchen Vorgehen nur enttäuscht sein.
Vor diesem Hintergrund wirft auch der geplante Arbeitskreis zur Haushaltssicherung Fragen auf: Wie glaubwürdig können dessen Ergebnisse sein, wenn der Bürgermeister selbst den Vorsitz übernimmt?
Hinzu kommt ein weiteres Risiko: Die Verwaltung hat 1,6 Mio. € Gewerbesteuer aus 2024 als strittig deklariert. Sollte sich dieser Betrag nicht realisieren lassen, würde  sich die ohnehin schon angespannte Verschuldungslage weiter erhöhen.

Zukunft(s) Initiative Nachhaltigkeit ZIN19
Steen Christensen, Wolfgang Kißler, Alfons Lüke, Paul Plümpe, Erwin Rennekamp,
Richard Streffing

11. März 2026

ZIN19 verstärkt Bürgerbus-Team

 

Seit Anfang 2026 wird das Fahrerteam des Bürgerbusvereins Wadersloh von zwei Mitstreitern aus der Initiative ZIN19 aktiv unterstützt.

Erwin Rennekamp und Alfons Lüke haben sich für den Fahrdienst der Bürgerbuslinien einteilen lassen und sind nun im 14-tägigen Wechsel hinter dem Steuer des Busses.

Erwin: Dadurch dass ich schon als Schulkind meinen Vater verloren habe, habe ich erlebt, wie es ist, wenn man ohne Fahrzeug und Führerschein immer auf andere angewiesen ist, um von Wadersloh-Geist nach Wadersloh, Beckum oder Lippstadt zu kommen. Ich möchte Menschen helfen , die sonst nicht mobil sind.

Alfons: Ich bin bereits seit meiner Jugend durch das damalige Jugendrotkreuz und anschließend im DRK in Diestedde schon immer im Ehrenamt tätig gewesen, zuletzt sogar im Vorstand des DRK Ortsverein Wadersloh. Nun habe ich Zeit, mein ehrenamtliches Engagement beim Bürgerbusverein weiter zu führen.

 

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